Sybiha: Moskau missachtet auch die Friedensbemühungen vollständig
Kiew, 13. Januar (Hibya) – Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete das Vorgehen Russlands, bei eisiger Kälte Energieanlagen anzugreifen und die Bevölkerung ohne Heizung zurückzulassen, als „Völkermord“.
Nach dem umfassenden Luftangriff Russlands in der Nacht zum 13. Januar 2026 gab der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha eine Erklärung gegen die Nutzung winterlicher Bedingungen als Waffe ab.
Sybiha wies auf die humanitäre Dimension und den rechtlichen Charakter des Angriffs hin und sagte: „In der Nacht griff Russland die Ukraine mit mehr als 300 Drohnen, 18 ballistischen Raketen und 7 Marschflugkörpern an und zielte dabei auf Energiequellen, um die Menschen ohne Strom, Wasser und Heizung zurückzulassen. Russland versucht bewusst, Lebensbedingungen aufzuzwingen, die zur physischen Vernichtung des ukrainischen Volkes führen würden.“
Mit Blick auf zivile Opfer und die Angriffe auf zivile Infrastruktur erklärte Sybiha: „Bei einem russischen Angriff auf ein gewöhnliches ziviles Postterminal in der Region Charkiw wurden vier Menschen getötet. Allein in der Region Kiew blieben Tausende Menschen ohne Strom. Es darf keinerlei Illusionen darüber geben, was Russland zu erreichen versucht.“
In Bezug auf die Haltung internationaler Mechanismen und der Verbündeten schloss Sybiha: „Russland führte diesen Angriff zynisch genau zu dem Zeitpunkt durch, als sich die Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York auf frühere barbarische Angriffe gegen Zivilisten in der Ukraine konzentrierte. Moskau missachtet nicht nur die Charta der Vereinten Nationen, sondern auch die von den Vereinigten Staaten geführten Friedensbemühungen vollständig. Wir brauchen konkrete Schritte, um die Kosten des Krieges für den Aggressor zu erhöhen.“
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell