Lula da Silva: Dieses Abkommen ist gut für Brasilien, den MERCOSUR und Europa
Brasília, 16. Januar (Hibya) – Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva erklärte, dass das Partnerschaftsabkommen zwischen dem MERCOSUR und der Europäischen Union (EU) ein historischer Schritt auf der Grundlage des Multilateralismus sei.
Der brasilianische Präsident Lula da Silva sagte in seiner Erklärung zu dem zwischen dem MERCOSUR und der Europäischen Union zu unterzeichnenden Abkommen: „Im Jahr 2023 habe ich die Politik zur Aufwertung des Mindestlohns wieder aufgenommen, denn es sind die arbeitenden Menschen, die den Reichtum dieses Landes schaffen.“ Er betonte, dass es gerecht sei, das Wachstum des Landes mit den Arbeitnehmern zu teilen.
Lula da Silva erklärte, dass der MERCOSUR in seiner dritten Amtszeit drei wichtige Handelsabkommen mit der Europäischen Union, der EFTA und Singapur abgeschlossen habe und man weiterhin daran arbeite, neue Partnerschaften mit Kanada, Mexiko, Vietnam, Japan und China aufzubauen. Zudem kündigte er an, Ende des Monats am Internationalen Wirtschaftsforum für Lateinamerika und die Karibik in Panama teilzunehmen.
Lula da Silva sagte: „Das Abkommen, das morgen in Asunción, Paraguay, unterzeichnet wird, ist gut für Brasilien, für den MERCOSUR und für Europa. Vor allem aber ist es gut für die Welt und für den Multilateralismus.“ Er erklärte, dass das Abkommen unter Achtung der internationalen Verpflichtungen im Rahmen der Vereinten Nationen und der Welthandelsorganisation ausgearbeitet wurde.
In der Erklärung wird hervorgehoben, dass das Abkommen Verpflichtungen in den Bereichen Umwelt, Bekämpfung des Klimawandels, Rechte der indigenen Völker, Arbeitnehmerrechte und Gleichstellung der Geschlechter enthält. Lula da Silva sagte, dass Handel und Marktöffnung nur dann sinnvoll seien, wenn sie eine nachhaltige Entwicklung fördern und Ungleichheiten verringern.
Lula da Silva betonte, dass Brasilien ein wichtiger Lieferant landwirtschaftlicher Produkte für die Europäische Union sei, man jedoch nicht nur Rohstoffe exportieren wolle, sondern industrielle Erzeugnisse mit höherer Wertschöpfung produzieren und verkaufen möchte. Er erklärte, dass das Abkommen Investitionen europäischer Unternehmen fördern und strategische Wertschöpfungsketten für die Energie- und Digitalwende umfassen werde.
Präsident Lula da Silva erklärte, er habe die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, empfangen und betont, dass der Wiederaufbau der Partnerschaft mit der Europäischen Union auf neuer Grundlage seit Beginn seiner dritten Amtszeit Priorität habe. Nach mehr als fünfundzwanzig Jahren Verhandlungen würden die Europäische Union und der MERCOSUR eine Freihandelszone schaffen, die rund 720 Millionen Menschen umfasst und eine Wirtschaftsleistung von über 22 Billionen US-Dollar aufweist.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell