Harvard meldet seltsame Veränderungen am Kometen 3I/ATLAS
Stockholm, 18. Januar (Hibya) – Der Astrophysiker der Harvard-Universität Avi Loeb gab in seinem Blog bekannt, dass bei dem interstellaren Objekt 3I/ATLAS eine neue Anomalie entdeckt wurde, die mit Veränderungen in der umgebenden Staub- und Gaswolke zusammenhängt.
Loeb zufolge waren Wissenschaftler überrascht über das Fehlen mikroskopischer Staubpartikel, die typischerweise durch Rayleigh-Streuung ein bläuliches Leuchten verstärken. Solche Partikel würden normalerweise starkem Druck durch Sonnenstrahlung ausgesetzt sein und einen klassischen, von der Sonne weg gerichteten Kometenschweif bilden. 3I/ATLAS zeigt jedoch keinen solchen Schweif.
Er vermutet, dass dies auf das Vorhandensein einer erheblichen Staubmasse mit größeren Partikeln als bei typischen Kometen hindeuten könnte, was das ungewöhnliche Verhalten des Objekts erklärt.
Loeb stellte zudem Veränderungen in der Helligkeit des den Körper umgebenden Halos nach dem Periheldurchgang fest. Ungewöhnlich selbst für Standardkometen strahlt er nun diffuses Licht mit bläulich-blauen Tönen aus.
Das interstellare Objekt 3I/ATLAS wurde am 1. Juli entdeckt. Später stellten Wissenschaftler fest, dass es sich um das dritte interstellare Objekt handelt, das Astronomen in der Geschichte der Weltraumbeobachtungen entdeckt haben, nach dem Asteroiden ʻOumuamua im Jahr 2017 und dem Kometen 2I/Borisov im Jahr 2019.
Die meisten Wissenschaftler halten es für einen interstellaren Kometen. Loeb glaubt jedoch, dass das Objekt künstlich geschaffen worden sein könnte und aufgrund von Anzeichen künstlichen Ursprungs ein gigantisches „Alien-Raumschiff“ sein könnte.
Bereits zuvor wurden Anomalien am Kometen 3I/ATLAS festgestellt.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell