UN: Menstruationsgesundheit sollte als Frage von Gesundheit, Würde und Gleichheit behandelt werden
New York, 28. Mai (Hibya) - Die Vereinten Nationen (UN) machten darauf aufmerksam, dass der Menstruationszyklus, den weltweit jeden Monat Hunderte Millionen Menschen erleben, aufgrund von Stigmatisierung, Armut und Diskriminierung weiterhin den Zugang zu grundlegenden Rechten beeinflusst.
Die UN betonten, dass Menstruationsgesundheit nicht nur ein biologischer Prozess ist, sondern auch ein Thema, das direkt mit Gesundheit, Würde und Geschlechtergleichheit verbunden ist.
In der Erklärung wurde daran erinnert, dass weltweit etwa 800 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 49 Jahren täglich den Menstruationszyklus erleben. Dennoch gilt die Menstruation in vielen Ländern weiterhin als Tabu, und Frauen sowie Mädchen können aufgrund von Fehlvorstellungen und Stigmatisierung aus dem täglichen Leben ausgeschlossen werden.
Die UN wiesen darauf hin, dass die Menstruation in einigen Regionen das Risiko von Frühverheiratung oder sexueller Gewalt gegen Mädchen erhöhen kann. Zudem können mangelhafte Hygienebedingungen und wirtschaftliche Schwierigkeiten ihre Bildung beeinträchtigen.
Außerdem wurde erklärt, dass etwa 26 Millionen Frauen und Mädchen, die aufgrund von Konflikten und Klimakrisen vertrieben wurden, ernsthafte Schwierigkeiten beim Zugang zu Hygieneprodukten haben, was ihre Verwundbarkeit erhöht.
In der Erklärung wurde betont, dass trotz der Fortschritte im Kampf gegen Menstruationsarmut weitere Maßnahmen erforderlich sind und dass der Menstruationszyklus nicht von den Rechten auf Menschenwürde, Gesundheit und Gleichheit getrennt betrachtet werden kann.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell