Türk: Sudan ist nahezu zu einem Land der Verzweiflung geworden
New York, 26. Februar (Hibya) - Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk, erklärte, dass der seit fast drei Jahren andauernde Konflikt im Sudan das Land nahezu in ein Land der Verzweiflung verwandelt habe.
In seinem Bericht stellte UN-Hochkommissar für Menschenrechte Türk fest, dass der seit fast drei Jahren andauernde Konflikt im Sudan das Land nahezu in ein Land der Verzweiflung verwandelt habe, und dokumentierte anhaltende Gewaltmuster gegen Zivilisten, darunter Tötungen, Vergewaltigungen und Folter.
Türk erklärte, dass im Jahr 2025 die Zahl der zivilen Todesopfer im Vergleich zum Vorjahr um mehr als das Zweieinhalbfache gestiegen sei, und fügte hinzu: „Tausende Menschen gelten weiterhin als vermisst oder nicht identifiziert. Sowohl die Rapid Support Forces als auch die sudanesischen Streitkräfte haben weiterhin explosive Waffen in dicht besiedelten Gebieten eingesetzt, oft ohne Vorwarnung. Die Parteien griffen Schulen, Krankenhäuser, Märkte und Gebetsstätten an und verletzten damit eindeutig das humanitäre Völkerrecht.“
Türk sagte, dass die Körper sudanesischer Frauen und Mädchen zu Waffen gemacht wurden, um Gemeinschaften zu terrorisieren, und fügte hinzu:
„Im Jahr 2025 wurden mehr als 500 Opfer sexueller Gewalt identifiziert, darunter Vergewaltigungen, Gruppenvergewaltigungen, sexuelle Folter und Versklavung; einige Fälle endeten tödlich. Ein starker Anstieg außergerichtlicher Hinrichtungen von Zivilisten, denen die Zusammenarbeit mit der anderen Seite vorgeworfen wurde, wurde dokumentiert. Beide Seiten und verbündete Milizen führten weit verbreitete willkürliche Verhaftungen durch. Inhaftierte wurden gefoltert und misshandelt und unter unmenschlichen und überfüllten Bedingungen festgehalten, was zur Ausbreitung tödlicher Krankheiten und zum Tod Hunderter Menschen führte. Die Einnahme des Zamzam-Lagers im April durch die Rapid Support Forces und der Angriff auf El Fasher im Oktober forderten Tausende Opfer und wurden als Handlungen bewertet, die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen könnten.“
Türk rief zur vollständigen Einhaltung des Waffenembargos in Darfur auf und betonte, dass der Zustrom von Waffen in den Sudan gestoppt werden müsse.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell