Selenskyj: Der Krieg im Iran beeinflusst die globalen Gleichgewichte
Kiew, 21. April (Hibya) – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass der Krieg im Iran die globalen Energie- und Sicherheitsgleichgewichte beeinflusst und verwies auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Russlands.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bewertete Fragen der globalen Sicherheit, Wirtschaft und Energie.
Zur russischen Wirtschaft sagte Selenskyj: „Die russische Wirtschaft steckt in großen Schwierigkeiten. Ein Haushaltsdefizit von 100 Milliarden Dollar kann nicht durch einen kurzfristigen Krieg gedeckt werden. Bisher konnten sie nur etwa 10 Prozent davon ausgleichen.“
Mit Blick auf die Auswirkungen des Krieges im Iran sagte Selenskyj: „Dieser Krieg stärkt Russland, schwächt die USA und erschöpft die Energiereserven Europas. Das ist eine ernsthafte Energieprüfung für alle. Er könnte auch zu einer umfassenderen Aggression führen und den Zugang der Ukraine zu Luftverteidigungssystemen einschränken.“
Zu den innenpolitischen Entwicklungen in Russland erklärte Selenskyj: „Beschränkungen in sozialen Medien dienen nicht dazu, Kritik zu unterdrücken, sondern Unruhen zu verhindern. Eine groß angelegte Mobilisierung wird in Russland nicht akzeptiert werden.“
Zu seiner europäischen Vision sagte Selenskyj: „Wir wollen Teil der Europäischen Union sein. Sicherheit hat für alle Priorität. Ein stärkeres Europa ist mit dem Beitrag Norwegens, der Ukraine, des Vereinigten Königreichs und der Türkei möglich.“
Zur Verteidigungskapazität der Ukraine erklärte Selenskyj: „Heute gibt es in der Ukraine 200 starke Verteidigungsunternehmen. Unsere Verteidigungsindustrie wächst und wird künftig ein wichtiger Teil der Wirtschaft sein.“
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell