Identitäten der zwei Bundesagenten, die Alex Pretti in Minneapolis erschossen haben, bekanntgegeben
Washington, 2. Februar (Hibya) - Laut ProPublica geht aus Regierungsdokumenten hervor, dass die zwei Bundesbeamten, die Alex Pretti in Minneapolis tödlich erschossen haben, der Grenzschutzbeamte Jesus Ochoa und der Beamte der Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) Raymundo Gutierrez sind.
Den Unterlagen zufolge waren der 43-jährige Ochoa und der 35-jährige Gutierrez die Beamten, die während der Auseinandersetzung am vergangenen Wochenende ihre Waffen abfeuerten, die zum Tod von Pretti führte. Der Vorfall löste landesweite Proteste und erneute Forderungen nach einer strafrechtlichen Untersuchung der föderalen Migrationsdurchsetzung aus. Unmittelbar nach der Tötung von Pretti verbreitete die Trump-Regierung wiederholt falsche Darstellungen des Geschehens.
Zum Zeitpunkt des Vorfalls nahmen beide Beamten an der Operation „Metro Surge“ teil, einer im Dezember gestarteten groß angelegten Initiative zur Durchsetzung der Einwanderungsgesetze. Im Rahmen der Operation wurden zahlreiche bewaffnete und maskierte Beamte im gesamten Stadtgebiet von Minneapolis eingesetzt.
Die Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP), die beide Beamten beschäftigt, weigerte sich, die Namen der beteiligten Beamten öffentlich zu machen, und veröffentlichte nur sehr wenige zusätzliche Informationen. Der Mangel an Transparenz führte zu verstärkter Kritik, insbesondere da der Vorfall nur wenige Tage nach der tödlichen Erschießung der 37-jährigen dreifachen Mutter Renee Good durch einen weiteren Einwanderungsbeamten während eines Protests in Minneapolis stattfand.
Der Tod von Pretti und die Geheimhaltung der Identitäten der Beamten traten inmitten einer zunehmenden nationalen Debatte über die harte Einwanderungspolitik von Donald Trump zutage. Polizeiliche Maßnahmen in Städten im ganzen Land umfassten gewaltsame Zwischenfälle mit Migranten und US-Bürgern gleichermaßen, durchgeführt von Beamten, denen kontroverserweise erlaubt wurde, ihre Identität mit Masken zu verbergen.
Nach tagelangen Protesten und dem Druck von Abgeordneten kündigte das Justizministerium am Freitag an, dass seine Abteilung für Bürgerrechte eine Untersuchung eingeleitet habe.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell